Mag. Michaela Neufeldt-Schoeller, Psychotherapeutin in Wien 18

Jugendliche und junge Erwachsene haben mehr mit der CoV/Corona Dauerbelastung zu kämpfen

Knapp vor dem erneuten Lockdown des Landes sind die (Langzeit-) Auswirkungen für die Psyche der Menschen nicht absehbar. Eine aktuelle und umfassende Studie der psychologischen Fakultät der Universität Wien zeigt – aus psychologischer Sicht – durchaus extreme Werte bei der Gruppe der 20 bis 30 jährigen.

Zu erklären ist das mit der Unsicherheit bezüglich Ausbildung und am Arbeitsmarkt, was diese Altersgruppe vielleicht am meisten betrifft. Nicht zu unterschätzen ist auch der Umstand, dass im öffentlichen Diskurs vor allem die Alten und Pflegebedürftigen behandelt, die Jungen aber zu wenig beachtet werden. Die Ergebnisse der Studie decken sich mit ähnlichen aus USA und Großbritannien.

Offensichtlich kamen bisher Menschen jenseits der 65 mit Abstand am Besten durch diese Krise während, auf der anderen Seite, rund ein Fünftel der österreichischen Bevölkerung depressive Symptome entwickelt hat!
Besonders kritisch für die Psyche der Jungendlichen sehen Psychotherapeuten mögliche Schulschließungen, da diese mitten in der Identitätsfindung stecken und ein Abschneiden von den so wichtigen sozialen Kontakten dieser Altersgruppe psychisch extrem schaden kann.

Lesen Sie mehr über die psychische Dauerbelastung während der Corona Zeit auf orf.at


Diese Artikel könnte Sie auch interessieren: Psychische Belastungen nach und durch Corona zeigen sich verzögert… | Kurzatmigkeit und Atemnot – Panikattacke oder Corona-Erkrankung? |

Entschuldigung, Kommentare zu diesem Artikel sind nicht möglich.