Mag. Michaela Neufeldt-Schoeller, Psychotherapeutin in Wien 18

Zu Schulbeginn – Kinder und die Gefahr im Strassenverkehr

Jetzt – zu Schulbeginn – kann von psychologischer Seite nicht genug daraufhin gewiesen werden, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind – insbesonders nicht im Verkehrsgeschehen und auf der Strasse.

  • So ist das Gesichtsfeld eines 6-jährigen mit maximal 110 Grad deutlich kleiner als bei einem Erwachsenen mit 180 Grad Gesichtsfeld. Einem Kind muss also gelernt werden, den Kopf nach links und rechts zu bewegen, bevor es auf die Strasse tritt.
  • Zudem kann ein kleines Kind Geschwindigkeit und Entfernung herannahmender Autos nicht abschätzen. Abhilfe könnten hier Regeln schaffen wie „wenn das Auto bei der Bäckerei vorbeifährt, darfst Du nicht mehr auf die Strasse gehen“.
  • Besonders wichtig ist es weiters zu wissen, dass Erstklässler noch nicht abstrahieren können. Das heißt, dass sie die erlernten Verkehrsregeln für den Weg zur Schule (noch) nicht auf den Weg zum Fussballplatz umlegen können. Gut wäre es demnach, mit dem Kind öfters verschiedene Wege zum gleichen Ziel zu nehmen, um die Regeln unter anderen äusseren Umständen zu üben und zu erlernen.

Lesen Sie weitere Tipps zu den Gefahren für Kinder im Strassenverkehr in der Standard.

 


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren: Es ist besser, negative Emotionen vor Kindern nicht zu verbergen | Auszeit von Handy und Co, um Zeit für die Familie zu haben | Wie Fantasie beim Lernen helfen kann | Mit welchem Alter sollte das Kind in die Schule kommen? | Trennungsangst bei Kindern

Entschuldigung, Kommentare zu diesem Artikel sind nicht möglich.