Mag. Michaela Neufeldt-Schoeller, Psychotherapeutin in Wien 18

Zusammenhänge zwischen Geruchssinn und Depression

Das Alter ist die häufigste Ursache für den Verlust des Geruchssinnes, also den Verlust des Riechens. Wenig bekannt und erforscht ist der Umstand, dass Menschen, die nur mehr schlecht oder gar nicht mehr riechen können, häufig an depressiven Verstimmungen leiden oder gar an schweren Depressionen erkranken.

Vom Verlust des Riechvermögens sind – erstens – auch Gehirnstrukturen betroffen, welche für Emotionen zuständig sind. Zweitens – und das ist wahrscheinlich noch ausschlaggebender – geht mit dem Verlust des Riechens ein ganz wichtiger Zugang zur Gefühlswelt verloren. Erinnerungen, Menschen, Tiere, jegliche Natur sind an Gerüche gebunden, von denen die betroffenen Menschen nun schlagartig abgeschnitten sind.

Das Leben wird ohne den emotionalen Stimulus des Geruches um ein Vielfaches ärmer und leerer. Zusätzlich verunsichert werden Menschen, wenn sie sich selbst nicht mehr riechen können. Sie glauben zum Beispiel, nach Schweiß zu riechen und geraten deshalb zunehmend in soziale Isolation, was wiederum eine gesundheitliche Spirale nach unten auslöst.

Lesen SIe den interessant Artikel über ein Leben ohne Geruchssinn im DerStandard.

 


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